Stand: 23. Mai 2022




Zur Vorstellung des KulturArchivs-Ruhr sendet Oberbürgermeister Thomas Kufen Grußworte

«Wo Arbeit ist, da gehört Kultur hin»

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen unterstützt mit seinem Grußwort die Einrichtung eines Online-Archivs für Kulturarbeit www.kulturarchiv-ruhr.de.

Am Mittwoch, 25 Mai 2022 um 18.15 Uhr werden im Zentrum für Türkei Studien und Integrationsforschung die dahinter liegende Ideengeschichte und das Konzept des Archivs vorgestellt. Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu eingeladen - vor allem geht es darum, die Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter, Künstlerinnen und Künstler, Organisator*innen und Initiativen in der freien Szene zu stärken und ihre Arbeit als "Making off" künstlerischer Werke sichtbar zu machen. Festivals, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen organisieren sich nicht von alleine, da steckt viel Arbeit und Engagement von Menschen dahinter, die Kunst erst möglich und sichtbar machen und erst recht geht nichts ohne Publikum. Das soll mit dem KulturArchiv-Ruhr in den Blick rücken, damit auch neue Initiativen von älteren Erfahrungen profitieren können.

Ein besonderer Aspekt des KulturArchivs wird der biographische Teil sein, was den Titel "Lebensarchiv" erhält. Hier geht es darum Lebensgeschichten von Menschen festzuhalten und die Verbindung zwischen Kultur und Alltag ins Licht zu rücken. Es ist gewiss kein Zufall, dass dieser Ansatz an Joseph Beuys Spruch: «Jeder Mensch ist ein Künstler» erinnert.

Der Leiter des ZfTI Prof. Hacý-Halil Uslucan wird ein Impulsreferat halten. Die Einladung zur Veranstaltung ist hier als PDF auffindbar.

Eine Video-Dokumentation der Veranstaltung ist geplant.

Trägerin des KulturArchivs-Ruhr ist Globalkultur.org






Hilft Ariadne in homöopathischen Dosen aus dem Labyrinth?

Uri Bülbül nennt sich selbst einen "selbsternannten postmodernen Romantiker", will sich in eine Schublade einzwängen, um wahrscheinlich wie ein Selbstentfesselungskünstler aus dieser Schublade sich selbst befreiend empor zu steigen in neue Sphären. Seine Anspielung auf die Versteinerten Verhältnisse à la Rudolf steht vorerst im luftleeren Raum, wenn er auf seiner Homepage schreibt:

da kommt einer bei Vollmond und vollführt einen Gedankentanz. Was kann da der erste Gedanke nur sein? «Hoffentlich ist er nicht nackt! [...] Wähnt sich im Labyrinth und versucht dem mit Hilfe des Ariadnefadens zu entkommen. Der Fehler: er hat den Ariadnefaden zerschnitten, zerstückelt, geschüttelt und gerührt, besprüht und weggeschmissen und operiert nur noch mit der Ariadne in homöopathischen Dosen.»

Wieviel Esoterik sich dahinter verbirgt, muss sich am

Montag, den 16. Mai 2022 um 19.00 Uhr
im Chancenraum 103

erweisen.
Livestream dazu gibt es auf Facebook: https://www.facebook.com/watch/ChancenRaum103






KulturArchiv-Ruhr

GLOBALKULTUR bereitet den WEB-Auftritt des KulturArchivs für freie Kulturarbeit im Ruhrgebiet vor.

Kulturelle Bildung bedarf gerade in turbulenten und krisenhaften Zeiten der Besonnenheit. Und ganz gleich, wie die Zeiten sein mögen - das Menschliche, Humanitäre und Politische dürfen nie aus dem Blick geraten. Schließlich haben alle Krisen ihre Vorgeschichten, Hintergründe kulturell begründeten Differenzen.

Ein Ankerpunkt für Bildung und Besonnenheit bleibt das Gedächtnis, das systematisierte Gedächtnis davon ist das Archiv, das Zugriff nach Stichworten und diversen Suchkategorien auf das Vergangene erlaubt, das eigentlich nicht vergangen ist, sondern nur in Vergessenheit geraten.

GLOBALKULTUR hat vor Jahren schon das Archiv angeregt und bereitet nun seine digitale Realisierung vor, nachdem eine Initiative mit Mitteln des MKW/Regionalverband-Ruhr/Interkultur bereits digitalisiert und erfasst wurde.

Das KulturArchiv-Ruhr begann seine Arbeit vor der Einrichtung der Datenbank mit der Dokumentation der migrantischen Kulturarbeit am Beispiel der zweisprachigen Kultur- und Literaturzeitschrift dergi/Die Zeitschrift herausgegeben von Aydýn Yeþilyurt 1986 - 1993 in Duisburg. Sieben Jahre 31 Ausgaben!

Technische und gestalterische Realisation des Archivs: Tristan E. Kneisel. Redaktion: Uri Bülbül



LIANA ALEKSANYAN:
Frei auf der Bühne

Ein Interview von Gökçe Yeþilyurt mit der Opernsängerin Liana Aleksanyan




Gesellschaft für Kunst und Kulturelle Bildun
Kommunikation • Ideen • Projekte • Beratung



Wir haben uns die Probleme nicht ausgedacht...



...haben aber Spaß an Lösungen!

Von links: Funda Çýnar, Fatima Durgut,Gökçe Yeþilyurt, Uri Bülbül



«Gestern brach ein Bügel meiner Brille ab. Nun müssen Sie mich so ertragen. Wir nehmen an, was uns das Universum beschert!» Funda Çýnar, Eröffnungsrede KulturAkademie-Ruhr Open Place Symposium

Globalkultur:
Pläne für 2022:


Interview mit der Geschäftsführerin der Globalkultur - Kunst und Kulturelle Bildung gGmbH Funda Çýnar

Globalkultur - Eine Gesellschaft für Kunst und Kulturelle Bildung? Erzähle bitte mehr... was hat euch dazu bewegt, wo habt ihr den Bedarf gesehen? Was sind die Hintergründe? Was ist deine PERSÖNLICHE Motivation? Was sind eure Ziele? Wie möchtet ihr sie erreichen?

Oh so viele Fragen auf einmal! Fangen wir mit den Zielen an: Wir möchten mit unterschiedlichen Menschen und Institutionen Kulturelle Bildung betreiben. Wir haben unsere eigenen Sichtweisen und finden uns insgesamt nicht so repräsentiert, wie wir es uns wünschen würden. Also nehmen wir das Heft mit Globalkultur selbst in die Hand. Wir haben alle unseren multikulturellen Hintergrund und sind auch in unserer gemeinnützigen Gesellschaft heterogen. Das ist für uns wichtig und gehört zur guten Kulturarbeit dazu! Da können Multikulturalität und Inter- oder Transkulturalität oder wie man das Kind... nein, die Kinder! nennen will, nicht als Sondersparten auftreten. Solange wir die kulturelle Vielfalt aus dem Kulturbetrieb in der Kulturlandschaft separieren, werden wir nicht ein wirkliches kulturelles Miteinander erleben.

Also müssen konstruktive Vorschläge, Projekte, strukturelle Ziele und Pläne her, an denen wir als Globalkultur arbeiten. Natürlich wollen wir nichts im Alleingang. Wir wollen kooperieren und suchen die Partner, die sich ebenfalls um diese Themen bemühen.

Da kann ich auch gleich etwas zu meiner persönlichen Motivation sagen: Ich habe jahrelang für das DRK und das Familienbildungswerk des DRK gearbeitet. Die großen Tanker sind nicht das, was uns weiterbringt! Routine und Reduktion auf Sozialarbeit und sehr engmaschige Kompetenzzuschreibung... nein, davon habe ich und nicht nur ich die Schnauze voll! Wenn wir im Bild bleiben: ich möchte ein schnelles, wendiges, basis- und praxisnahes Boot, aber reisetauglich für gewagte und phantastische Ziele.

Natürlich ist Globalkultur ein gewagter Schritt, aber genau darin liegt die Motivation: endlich mal etwas wagen, originell und experimentell sein und Schätze und Potenziale der Menschen mitnehmen und nicht immer unbeweglich an irgendeinem Kurs festhalten, von dem ich gar nicht genau weiß, wie er festgelegt wurde!

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