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Ela: die Ruhe nach dem Sturm

ein Tanztheater von only connect!


wo warst du?

only connect! widmet sich mit der Performance "Ela - Die Ruhe nach dem Sturm" dem Orkantief Ela, das am 9. Juni 2014 mit ungeheurer Wucht über Nordrhein-Westfalen hereinbrach. Besonders die Städte Essen, Mülheim an der Ruhr, Krefeld und Düsseldorf wurden durch den Sturm verwüstet. Tagelang war der Verkehr in der Region stark beeinträchtigt, wochenlang waren die Folgen des Sturms deutlich sichtbar und spürbar. Auch heute noch ist Ela im Gedächtnis der Essener Bürger und Bürgerinnen fest verankert. Im Zentrum der Performance steht die Frage, wie eine solche Katastrophe unser Leben beeinflusst.

Mit Mitteln des Tanz- und Bewegungstheater erforscht das junge, internationale Ensemble unter Regie und Choreographie von Julie Stearns sowie in Zusammenarbeit mit der französischen Tänzerin Auranne Brunet-Manquat den Sturm selbst, unsere Gefühlswelt in und nach der Katastrophe und Fragen nach Verantwortung, denen wir uns uns in Zeiten von Klimawandel und vielfältiger Umweltzerstörung stellen müssen.

Kooperationspartner

Auranne Brunet-Manquat


Auranne Brunet-Manquat Die französische Tänzerin, Pädagogin und Choreographin Auranne Brunet-Manquat, studierte Ballett, Jazz und Moderne. Tanzbildung zunächst am Conservatory of Avignon in Frankreich. Zudem studierte sie Modern Dance am CNDC in Angers und schließlich an der Folkwang Universität der Künste Essen.

Erlend Moster Knudson


Erlend Moster Knudson Erlend Mosker Knudson, Geophysiker aus Sandefjord in Norwegen ist unter anderem Mitbegründer des Projektes PoletoParis, welches das Bewusstsein der Öffentlichkeit hinsichtlich des Klimaproblemen steigern will. Erlend hält zwei PhDs in Climate Dynamics und war in Zusammenhang mit sowohl Forschung wie auch eigens initiierten Projekten für lange Zeit in Alaska und Grönland tätig.

Leon Schirdewahn-Debring


Leon Schirdewahn-Debring ist freischaffender Kameramann, Cutter und Filmemacher, sowie auf dem Feld Theater- und Konzertlicht tätig. Für Ruhr 2010 realisierte er eine Kurzdoku über Veranstaltungstage in Mülheim, die aufgrund einer Preisverleihung an ihn im WDR ausgestrahlt wurde. In den Folgejahren war er DOP bei einigen kleineren Werbe- und Kurzfilmen, konzentrierte sich dann aber wieder auf die Realisierung von mitunter abstrakteren Kurz-Dokumentationen, Theatertrailern, sowie Videokunst. Jenseits seiner filmischen Tätigkeiten entwirft er in Abständen Lichtkonzepte für Theaterstücke, gestaltet das Konzertlicht bei Konzerten in der Mülheimer Freilichtbühne, ist Mitorganisator des Festivals Mölmsch Open Air und spielt Schlagzeug in der Band Kepler.

Julie Stearns

Die amerikanische Schauspielerin, Regisseurin, Performance- Künstlerin und Theaterpädagogin Julie Stearns entwickelt und kuratiert seit 2003 zahlreiche Theaterproduktionen in unterschiedlichen Bereichen. Dabei sind Grenzerfahrungen ihr Kernthema, die - stets auf das Wesentliche reduziert - in Interaktion mit dem Zuschauer hautnah erfahrbar gemacht werden. Seit 2004 schreibt Stearns auch eigene Texte für ihre Theaterproduktionen. 2013 gründete sie das Ensemble groundzero performance, das seit 2015 als Verein only connect! e.V. agiert. Mit »Takeshi Verschwunden« feierte das Ensemble 2014 sein Debüt. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Stearns u.a. mit dem Ballett im Revier Gelsenkirchen, dem Bildenden Künstler Jürgen Staack, Miriam Michel (Performance-Gruppe dorisdean) Ye Mimi (Poetry-Film Künstlerin, Taiwan) und Raphaël Coumes-Marquet vom Semperoper Ballett. Des Weiteren trat sie in Lesungen wie »Not that it was Beautiful: Poetry of Anne Sexton« gemeinsam mit Esther Keil für Unrock Essen 2013 auf, moderierte die Tanzimprovisation »Tanz à la Carte« u.a. in Hellerau und inszenierte »Warten auf Godot« an der Rü-Bühne Essen. An der Semperoper Dresden war sie 2017 und 2018 für das Tanz-Krimidinner »Tod im Tutu« zu Gast und verfasste das Libretto für das in 2019 uraufgeführte Ballett »Alice - Eine Reise ins Wunderland« an der Semper Zwei.


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