Thomas Kufen, Essens Oberbürgermeister, im Katakomben-Theater

Thomas Kufen, Essens Oberbürgermeister im Katakomben-Theater

Thomas Kufen, selbst in der Regierung Jürgen Rüttgers Landesbeauftragter für Integration gewesen, kennt den Wert der interkulturellen und integrativen Arbeit und weiß zu schätzen, was das Katakomben-Team als freies Theater ohne Hauptamtliche leistet. Das Katakomben-Theater mit seinem Motto und seinem realisierten Programm interkulturell, vielfältig und vielschichtig, hat sich KULTUR OHNE GRENZEN auf die Fahnen geschrieben. Und wenn der Leiter des Theaters Kazým Çalýþgan in seiner Empfangsrede 2018 sagt «Ja, jetzt wird es etwas mystisch», dann mündet es in grenzenlosem Humanismus auf Augen- und Herzenshöhe, wie es der Sprecher des Theaters Uri Bülbül ergänzt.

Thomas Kufen drückt seine Anerkennung der Arbeit des Theaters aus und stärkt dem Team, das unter finanziell schwierigsten Bedingungen seiner Kultur- und Bildungsaufgabe gerecht zu werden versucht, den Rücken. Es gibt in der Kommune und in der Kulturverwaltung durchaus Stimmen, die meinen, künstlerische Arbeit sei Privatvergnügen und bedürfte der Förderung durch die öffentlichen Haushalte nicht; schließlich habe niemand das Katakomben-Team dazu berufen, ein interkulturelles Theater zu leiten.

Dem treten nicht nur die Theaterbetreiber massiv entgegen, die wissen, dass ihre Arbeit neben viel Leidenschaft und Selbstaufopferung auch gemeinnützig ist und sozial, kulturell wie in der Bildung eine Bereicherung der Stadt darstellt, nun stellt sich auch der Oberbürgermeister der Stadt mit einem Wink Richtung Landesministerium für Kultur und Wissenschaft an die Seite des Katakomben-Theaters.

«Für das besondere Konzept des Theaters, für sein unermüdliches Engagement seit nunmehr 14 Jahren und die Leistungen seines Teams geht mein Dank an den Theaterleiter Kazým Çalýþgan», schrieb der OB bereits in seinem Grußwort zum ersten Programmheft des Theaters und wiederholte in freier Rede diese Wertschätzung auf dem Jahresempfang des Theaters am 29. Januar 2018.


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Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen schreibt ein Grußwort für das Programm-Heft des interkulturellen freien Katakomben-Theaters

Grußwort

Essen ist eine weltoffene Messestadt mit einer großen Kulturszene, in der auch das Katakomben-Theater mit seiner interkulturellen und internationalen Ausrichtung einen festen Platz hat. Sein Programmangebot reicht dabei von Tanztheater bis Jazz und von Kindertheater bis zu Literaturveranstaltungen. Regelmäßige Highlights sind die "Club Dates" von Thomas Hufschmidt, die allwöchentlichen "Jazz for The People" von Marc Brencken, die vom Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker Önder Baloðlu organisierte Konzertreihe "Klassisch.Unterirdisch" und das vom Land NRW geförderte Oriental Jazz-Projekt "Transaesthetics".

Aber nicht nur auf, sondern auch fernab der Bühne unterstreichen die Kooperationen des Katakomben-Theaters, etwa mit der Folkwang Universität der Künste, dem RVR-Projekt Interkultur Ruhr, dem Landesmusikrat NRW, dem Literaturbüro Ruhr oder auch dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen seinen Anspruch, durch interdisziplinäre Theaterarbeit Maßstäbe zu setzen. Auch das Kulturbüro der Stadt Essen unterstützt das Katakomben-Theater durch eine jährliche institutionelle Förderung und Projektmittel, etwa für Weltmusikveranstaltungen.

Für das besondere Konzept des Theaters, für sein unermüdliches Engagement seit nunmehr 14 Jahren und die Leistungen seines Teams geht mein Dank an den Theaterleiter Kazým Çalýþgan.

Allen Besucherinnen und Besuchern des Katakomben-Theaters wünsche ich auch im Jahr 2018 viel Freude und beste Unterhaltung.

Mit freundlichen Grüßen Thomas Kufen Oberbürgermeister der Stadt Essen



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Das Land NRW hat mit Mitteln seines Ministeriums für Kultur zwei umfangreiche Projekte des Katakomben-Theaters in Essen in den vergangenen Jahren gefördert.

Eines davon war das TRANSAESTHETICS-Project, das sich dem Thema widmete, wie sich die regionale Musikszene mit ihren Akteuren, die seit Jahrzehnten hier wirken, entwickelt und verändert, worin die Kontinuitäten bestehen wohin die musikalische Reise in nächster Zeit geht. Die Musikszene des Ruhrgebiets ist in Sachen Weltmusik und Jazz an Vielfalt und Professionalität, an Experimentierfreude und Klangreichtum schwer zu übertreffen.

Das Klangarchiv längst nicht abgeschlossen will diese Vielfalt in größerem Maße einem breiteren Publikum zugänglich machen und auch die Aufmerksamkeit auf die Musikerinnen und Musiker erhöhen.

Irgendwo schwebt auch die Idee einer weltmusikalischen Oper im Raum.

Das Worldmusicmapping der Region geht 2018 in die zweite Runde.

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Beleidigung der Moslems?

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mit Duo BalKan

Klassisch.Unterirdisch.

Das Katakomben-Theater Essen als Zentrum und Drehscheibe für Weltmusik als Raum für


KULTUR OHNE GRENZEN!
mit

Klassisch.Unterirdisch.

Dem Underground-Festival der Klassik


Die Idee für Klassisch.Unterirdisch ist die verborgene Seite der Klassik, jene, die nicht im Establishment der Philharmonien gastiert, nicht von großen Symphonieorchestern gespielt wird, sondern die menschliche Seite der Klassik darstellt. Den Humor von Komponisten, ihre Experimente und Étuden aus einer Laune heraus, Verliebtheiten und Lieblingsthemen, die sie bewegten, die sie aber nicht in ihre offiziellen Partituren einfließen ließen. Oder gerade eben doch dort feinsinnig einsponnen! Klassisch.Unterirdisch greift die Vitalität der Klassik auf, wo ernste Musik verspielt ist, humorvoll und experimentell, wo sie die Formgebundenheit verlässt, die Fesseln löst oder lockert und zeigt, dass hohe Kunst der ernsten Musik neben ihren Hauptströmungen auch Adern und Äderchen hat, in denen Freude fließt, Liebeskummer oder Sehnsucht. Mit großer Sachkenntnis und mit großem musikalischen Verstand wie Können an der Violine präsentiert Önder Baloðlu, seines Zeichens Konzertmeister bei den Duisburger Philharmonikern (Deutsche Oper am Rhein) und Dozent an der Folkwang Universität der Künste Essen diese ungewöhnliche musikalische Reihe im Katakomben-Theater, das sich als Zentrum und Drehscheibe für Weltmusik und Jazz versteht.

Das Duo BalKan besteht aus Önder Baloðlu und dem Pianisten Çaðdaþ Özkan, der an zwei Konservatorien in der Türkei lehrt und als einer der erfahrensten und vielseitigsten Pianisten für Konzerte und Begleitung in der internationalen Musikszene gilt.

IMPRESSUM Klassisch.Unterirdisch. Programm


Interkulturell, vielfältig, vielschichtig

Das Katakomben-Theater Essen startet in die neue Spielzeit

KULTUR OHNE GRENZEN lautet das Motto des interkulturellen Theaters in Essen-Rüttenscheid. An einem renommierten Ort, nämlich im Girardet Haus ein mittlerweile dreizehnjähriges renommiertes freies Theater, das seinen Schwerpunkt nicht in Guckkastenspielen sieht, sondern in der Vielfalt der Genres in der Kunst. Hier finden Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, Lesungen und vor allem Konzerte statt: das Katakomben-Theater kann gewiss als der Jazzkeller Essens angesehen werden: Jeden Mittwoch präsentiert hier Marc Brenken JAZZ FOR THE PEOPLE und etwa alle sechs Wochen der Musiker und Folkwang-Musikprofessor Thomas Hufschmidt seine CLUB DATES. Der nächste Termin mit den CLUB DATES ist der 20. Oktober 2017 mit dem brasilianischen Gitarristen Joao Luis und der kamerunisch/deutschen Sängerin Mara Minjoli.

Die exotischsten Rock- und Jazzlegenden treten in den «Katakomben» auf, oder Serdar Somuncu experimentiert mit seiner Band und bastelt an einem neuen Programm, das etwas ganz anderes ist, als Standup-Comedy. Apropos Standup-Comedy: 2006 trat Bülent Ceylan hier auf und prägte u.a. den Begriff des «Schizzo-Türk» vor einem Tränen lachenden Publikum. Für ihn sind die «Katakomben» mittlerweile zu klein, wie auch für das reguläre Programm von Serdar Somuncu. Dennoch fühlen sich im Katakomben-Theater große wie kleine, junge wie alte Künstler zuhause und suchen ihr Publikum. Das Theater im Keller des Girardet Hauses ist ein Ort der Begegnungen, der Vielfalt und der guten Kunst, die nicht zu verwechseln ist mit etablierter Kunst.

Im Moment finden viele Künstler aus der Türkei im Katakomben-Theater eine Auftrittsmöglichkeit und ein neues Zuhause, Menschen, die in ihren Gesellschaften bekannte, erfahrene und beliebte Künstler sind wie der Schauspieler Barýþ Atay. Im Katakomben-Theater spielt er das Einpersonenstück «Nur ein Diktator».

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Es kocht!

Die aktuelle bebilderte Welt so, wie sie ist

Der deutsch-schweizer Künstler, Maler, Grafiker, Illustrator Malüe! legt zur Internationalen Frankfurter Buchmesse nach 2001 und 2002 wieder ein Bilderbuch «Es kocht!» vor. Im Untertitel nennt er es «Ein Bilderbuch Die aktuelle bebilderte Welt so, wie sie ist». Mit Wut, Wucht und Energie setzt er sich mit der aktuellen weltpolitischen Situation und der allgemeinen Stimmung in der Welt, erzeugt durch sich immer wiederholende Nachrichtenendlosschleifen auseinander. Malüe!'s Bilder haben sowohl satirische, als auch zynisch bis ernste Elemente und bilden eine Einheit mit seinen anderen Arbeiten für Bücher, die er gemeinsam mit dem Autor Uri Bülbül veröffentlicht hat: «Trau, schau, wem. Ein Bilderbuch über Liebe, Verrat und Tod» (2016) und «Versuch!, Kafka neu zu denken... Ein Bilderbuch über Welt, Gesellschaft und Befremdung» (2017). Konsequent eigenwillig setzt Malüe! seine Gedanken und Kritik in eine radikale Bildersprache um und präsentiert ein Buch der Rebellion, des Protestes. Uri Bülbül bringt es in seinem Vorwort auf die Formel: Wer ein anderes Buch mit anderen Bildern will, soll eine andere Welt malen.

Es kocht!
Ein Bilderbuch
Die aktuelle bebilderte Welt so, wie sie ist


Herstellung und Verlag:
BoD - Books on Demand, Norderstedt
www.bod.de
ISBN 9783744898072

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Abend der Kultur


Am Samstag, 10. Juni 2017 um 20.00 Uhr findet im Katakomben-Theater unter dem Titel Abend der Kultur ein Tanztheaterabend statt, an dem junge hochbegabte Künstlerinnen und Künstler, Absolventen bzw. Studierende der Folkwang-Universität mit internationalen Kolleginnen und Kollegen zwei Inszenierungen zu Conditio Humana in der heutigen Zeit präsentieren. In der «großartigen Kleinigkeit der Zeit, Begegnungen und der Metamorphose der Reife» setzen sich die Tänzer und Choreographen Dhélé Tchekpo Agbetou und Danilo Cardoso mit handfesten menschlichen essenziellen Themen auseinander.

Ein «Abend der Kultur» mit zwei Stücken, die zusammen wiederum ein größeres Stück ergeben, inszeniert Ching-Mei Huang «Juventus» «Good bye, we'll come back, how are you?» und inszenieren Dhélé Tchekpo Agbetou und Danilo Cardoso «Senectus» «Die großartige Kleinigkeit der Zeit, Begegnungen und die Metamorphose der Reife.» Unterschiedliche Stile, unterschiedliche Spiele und ein gemeinsames großes Ganzes.

«Kultur» im Titel des Abends ist in diesem Zusammenhang der Rückgriff des Menschen auf seine Fähigkeit, schöpferisch das Leben zu hegen, zu pflegen und zu lenken, ohne sich dem Fluss des «Seins zum Tode» hinzugeben und treiben zu lassen. Menschen entwickeln Formen und Techniken, ihr Leben zu führen und der Tendenz der Entropie mit Formgebung zu begegnen: sie erschaffen Linien und Formen der Bewegung, Möglichkeiten, sich aufeinander zu stützen oder gegeneinander abzugrenzen, und immer wieder entstehen auch Lücken und Ritzen, in die Unkontrolliertes schicksalhaft einfließt.

Sehr feinsinnig, ästhetisch hingebungsvoll und ergreifend inszenieren Ching-Mei Huang, Dhélé Tchekpo Agbetou und Danilo Cardoso einen "Abend der Kultur" über die hinterfragte Natur des Menschen. Zugleich etabliert sich im Katakomben-Theater mit diesem Choreographen- und Tänzerteam neben Weltmusik und Jazz eine wunderbare Abteilung des Tanztheaters im Programm und über Dhélé Tchekpo Agbetou eine Spielstätten- und Programmkooperation mit dem Bielefelder DansArt TANZNETWORKS, dem Zentrum für Tanz und Kreativität in Bielefeld des zeitgenössischen Tanzes.

Weitere Kooperationen, Produktionen wie interdisziplinäre Performances werden folgen.

Bereits seit drei Jahren wirkt Danilo Cardoso mit Inszenierungen und Auftritten im Katakomben-Theater mit und entwickelt zur Zeit neben seinen choreographischen Arbeiten auch ein Modell des interkulturellen Talentscoutings für alle Menschen, die Wege des künstlerischen Ausdrucks für sich suchen. Vor allem widmet er sich mit Ching-Mei Huang unter dem Titel "Von der Flucht zu den Künsten" den Menschen, die von Flucht und Migration betroffen sind. Auch hierbei finden die Künstlerin und der Künstler die Unterstützung des interkulturellen freien Theaters in Rüttenscheid.

Es tanzen und spielen: Ching-Mei Huang, Tian Gao, Marco Girardin, Dhélé Tchekpo Agbetou, Danilo Cardoso, Stanislas Pav

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Die Zukunft der Literatur


In Leipzig recherchiert und denkt das Kulturprogramm-Team über die Zukunft der Literatur nach. Der Besuch der Messe mit Bildungsangeboten, Verlagspräsentationen und einem großangelegten Lesungsprogramm auf der Messe und in der Stadt bietet die Internationale Buchmesse Anregungen genug, um sich mit den angesichts der Digitalisierun stellenden Fragen zur Zukunft der Literatur zu schäftigen und zu berichten, was die anderen darüber denken und wie sie die Zukunft der Literatur, ob gedruckt oder digital weiter gestalten wollen.

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Kulturelle Bildung und Interkultur
im

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The JAZZ-DAY

Jazz for the People
jeden Mittwoch ab 20.00 Uhr.

Die Reihe «Jazz for the People» hatte im Februar 2013 Premiere: Marc Brenken begann mit der Umsetzung seiner Idee, einmal in der Woche regelmäßig und konsequent ein Jazz-Konzert anzubieten und mit dem Publikum plaudernd ins Gespräch zu kommen. Mit Jean-Yves Braun (Gitarre) und Hermann Heidenreich (Schlagzeug) und Marc Brenken selbst am Klavier und Keyboard bilden drei versierte Jazzer und Jazz-Kenner das Rückgrat der vom Publikum sehr gern angenommenen Reihe Jazz for the People. Diese drei mit ihren hinzu kommenden geladenen Gästen beglücken mittwochs im Katakomben-Theater das 50-80 Personen starke Publikum. So gibt es in Essen-Rüttenscheid im Girardet Haus einen Hauch von Jazz-Club-Atmosphäre. Am Mittwoch, 18. November 2015 fand das 100. Konzert statt.

Sowohl jazztypische Instrumente wie Saxophon und Trompete sind immer wieder dabei, als auch zuweilen Akkordeon, Geige, Querflöte oder südamerikanische Perkussion. Gesangssolisten bereichern das Programm zusätzlich und sorgen für Abwechslung. Langeweile ist auch für nächsten 100 Konzerte nach diesem Konzept nicht zu befürchten. Erfreulich gut gelaufen seien auch die gelegentlichen Wunschkonzerte, so Marc Brenken, bei denen die drei Musiker musikalische Wünsche des Publikums spontan umsetzen. IMPRESSUM

Das TRANSAESTHETICS-Project: Worldmusic-Mapping und Klangarchiv

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Das Trio Fethi Ak, Kazým Çalýþgan und Jens Pollheide und ihre Gäste experimentieren und erproben neue musikalische Zustände. «Transaesthetics» ist nicht nur ein Gruppenname, ein Bandtitel, sondern ein musikalisches Programm. Kombiniert werden Stilrichtungen und Genres mit anderen Musikern und deren musikalischen Interessen, Schwerpunkten, Traditionen und Stilen. So wird es zu einem offenen System, das vom Durchfluss asiatischer, indischer, fernöstlicher Musiktraditionen, Stile und Instrumente in Kombination mit westlichen und anatolischen Musiktraditionen und Stilen lebt.

Am Sonntag, 07. Juni 2015 traf Transaesthetics auf DILSHAD & IMRAN KHAN (Indien).

Im Juni 2014 kam es innerhalb der von Jens Pollheide kuratierten Reihe «groove club intercontinental» im Dortmunder domicil zum musikalischen Treffen des Transeasthetics Trio (Kazým Çalýþgan - kopuz, vocal, perc., Fethi Ak- percussion, Jens Pollheide - flutes, bass) mit Dilshad Khan (sarangi, gesang) und Imran Khan (sitar, gesang). Den Tabla-Part übernahm das erst 15jährige Dortmunder Talent Navid Delawazarda.

Alle Musiker und auch das Publikum waren derart begeistert vom spontanen Zusammenspiel, dass für das Folgejahr nun mehrere gemeinsame Auftritte geplant wurden. Im Zentrum stand dabei die Begegnung der Musiker und die Zusammenführung der jeweiligen musikalischen Einflüsse.

Weiter ging es 2016 nicht nur mit weiteren musikalischen Begegnungen, sondern auch Kunstgattungen übergreifenden Experimenten mit Transaesthetics und Literatur, Tanz und Malerei.




Improvisation. Intuition. Kommunikation

Neue Musik in den Katakomben - nicht nur im "klassischen" Sinn

Uri Bülbül über die Montagsreihe TRANSAESTHETICS im Katakomben-Theater

Die Kunst des Tänzers Danilo Cordoso vermag man erst richtig einzuschätzen und als das zu begreifen, was sie wahrhaft ist: mehr als zu bewundernde Körperakrobatik, wenn man berücksichtigt, dass die Performance insgesamt auf Improvisationen aufbaut und keinerlei vorgefertigte Choreographie besitzt. Überhaupt ist das für TRANSAESTHETICS (bestehend aus dem Trio: Kazým Çalýþgan, Fethi Ak und Jens Pollheide) basale Prinzip das dialektische Verhältnis zwischen Text, Notation, Vorplanung auf der einen und Freiheit der Improvisation auf der anderen Seite.


Fortsetzung... | IMPRESSUM

Foto: Ulrike von Loeper

Klassisch.Unterirdisch.
Klassik in besonderen Geschichten: Önder Baloðlu erzählt und präsentiert Geschichten aus der klassischen Musik, von deren Komponisten, deren Reisen, interkulturellen Erfahrungen und Themen und präsentiert klassische bzw. ernste Musik im Katakomben-Theater in einem ganz anderen und einzigartigen Licht. Damit öffnet sich die Drehscheibe für Weltmusik weiteren Feldern und Verbindungen.

Önder Baloðlu, Konzertmeister bei den Duisburger Philharmonikern, möchte weitere Kreise mit der Klassik ziehen, an neuen Spielorten neue Menschen erreichen. Seine Konzertreihe im Katakomben-Theater ist ein Ohrenschmaus für alte und neue Klassikliebhaber und Menschen, die sich auf das Wagnis ebenso einlassen wollen wie Önder Baloðlu und dadurch womöglich zu Klassikfreunden werden. Das Katakomben-Theater bietet dafür ein ungezwungenes und unbelastetes Ambiente. Hier sind nicht nur Jazz und Weltmusik zuhause, sondern auch Klänge ernster europäischer Musik.


Freunde des Katakomben-Theaters e.V.

Bereits Anfang 2014 begann die Initiative zur Gründung eines Vereins Freunde des Katakomben-Theaters zur Unterstützung der kulturellen Arbeit des interkulturellen Theaters in Essen-Rüttenscheid. Mittlerweile besteht das Theater nicht nur seit zehn Jahren, sondern hat sich im Bereich Weltmusik, Jazz, Kabarett auch einen Namen gemacht und engagiert sich auch mit seiner KulturAkademie-Ruhr auf dem Feld der kulturellen Bildung.

Auf der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Katakomben-Theaters erklärten sich Regina van Dinther (MDL-CDU) und Gönül Eðlence (Landesvorstand GRÜNE/Bündnis90) bereit, als Botschafterinnen der Freunde und des Katakomben-Theaters aktiv zu werden, worüber sich das Katakomben-Team und der Vereinsvorstand bestehend aus Serap Türkel-Ayýk, Mehmet Akbulut, Hikmet Baz sehr freuten. Auch Britta Altenkamp (MdL-SPD) stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag hatte sich zuvor schon solidarisch und freundschaftlich verbunden mit dem Theater, das Kultur ohne Grenzen macht, gezeigt und einen Fototermin mit der Kulturministerin Ute Schäfer im Düsseldorfer Landtag arrangiert. Allen ist das Anliegen gemeinsam, das Katakomben-Team in seiner Kulturarbeit zu unterstützen und das Programm des Katakomben-Theaters zu verbreiten.




Slinky Springs to Fame
Literat der Grausamkeit

Jo Ziegler über ein Interview-Vormittag mit dem Sprecher des Katakomben-Theaters Uri Bülbül

Zwei Freunde ziehen los und suchen einen symbolischen Ort auf, und zwar nicht, um über Gott und die Welt zu sprechen, sondern über Kulturarbeit zu philosophieren. Uri Bülbül, Sprecher des Katakomben-Theaters Essen ist ein scharfer Kritiker der Kultur- und Förderungspolitik und jemand, der Polemik als ein literarisches Stilmittel begreift und häufig zum Ärger der aufs Korn Genommenen praktiziert. Immer wieder engagierte er sich in der Kulturszene des Ruhrgebiets seit 2005 mit Ideen wie die Gründung eines Labors für interkulturelle Netzwerke oder ein Zentrum für Weltmusik im Katakomben-Theater oder die Schaffung eines alternativen Internetportals für kreatives und kollaboratives Schreiben unter dem Titel www.poesiepedia.de, gründete 2006 das textzentrum-essen und 2013 die Kulturlaube im Kleingartenverein Am Grüngürtel in Bochum. Seiner Feder entstammt auch die KulturAkademie-Ruhr oder das Konzept für das Buch «Die Elegie der Gastarbeiterschaft», wofür er auch einen Beitrag und das Vorwort schrieb. Im Oktober 2013 brachte er auch sein Buch «Der Auftrag» heraus. Eine mehr oder weniger deutliche Hommage an Heiner Müller und zugleich eine Verarbeitung seiner eigenen politischen wie philosophischen Erfahrungen in einem «Spiel für Stimmen zur Untersuchung der Anatomie des Verrats».

Zur Zeit arbeitet er am Lektorat seiner Novelle «Brachland» und schreibt das Schlusskapitel des kollaborativen Werkes «Bedingung und Möglichkeit. Gespräche über Kulturalität als ein Beitrag zur rhizomatischen Transzendentalphilosophie der Kultur».
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Der Affe
Grenzgang zwischen Tier und Mensch

Samstag, 13. September 2014 in der Kulturlau.be
Am Grüngürtel Garten Nr.6 | Bochum-Grumme


Ein Affe berichtet in der Kulturlau.be auf der Terasse einer Gartenlaube im Bochumer Kleingartenverein Am Grüngürtel e.V. über seine biographische Vergangenheit vom tierischen Affenwesen hin zum zivilisierten Menschen.

Dieser Bericht lässt viele Deutungsmöglichkeiten offen und legt den Blick frei auf Fragen wie: wer oder was ist der zivilisierte Mensch? Wann macht sich ein Wesen zum Affen? Wodurch verliert es oder verwandelt es seine Identität? Was bleibt nach einer Metamorphose von der Ursprünglichkeit übrig? Oder handelt es sich hierbei um gar keine Metamorphose?

In der Regie von Isabel Sandig spielt Ralf Gottesleben in einer einmaligen Darstellung von Kafkas Bericht für eine Akademie den Referenten.

In zwei Veranstaltungen im SAGO in Essen-Rüttenscheid moderierte Uri Bülbül die anschließende Diskussion einmal mit dem Affen höchst persönlich und einmal mit dem Darsteller des Affen Ralf Gottesleben.

Der Auftritt des AFFEN in der Kulturlau.be wird den Bericht für eine Akademie in einem neuen und womöglich einmaligen Licht erscheinen lassen.

Beginn: 19.00 Uhr

Karten: 15€ (Vorbestellung bei uri@schreibhaus.de dringend empfohlen).

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Philosophie des Jazz

Daniel Martin Feiges Buch über die Philosophie des Jazz bei Suhrkamp erschienen

Was ist Jazz? Wie unterscheidet er sich von anderen Arten von Musik? Und inwieweit handelt es sich bei ihm um einen besonders interessanten Gegenstand für das Nachdenken über ästhetische Fragen? M.D. Feiges «Philosophie des Jazz» stellt laut Verlag die erste philosophische Auseinandersetzung dar, die sich dem Jazz widmet. Daniel Martin Feige geht darin der Frage des Verhältnisses zwischen Jazz und europäischer «Kunstmusik» nach und untersucht den Zusammenhang zwischen Musiker und Tradition sowie zwischen Werk und Improvisation.

Er stellt dabei die These auf, dass erst im Jazz zentrale Aspekte musikalischer Praxis überhaupt explizit gemacht werden, die in der Tradition europäischer Kunstmusik implizit bleiben.

Kunstphilosophisch etwas unbefriedigend und schwerfällig hingegen, sein Versuch an der alten Trennung zwischen ernster und Unterhaltungsmusik festzuhalten, indem er Kunstmusik von anderer Musik wie etwa Popmusik unterscheidet. Dabei wäre diese Unterscheidung für die Herangehensweise an die Philosophie des Jazz nicht zwingend notwendig:

«Es geht bei dieser Bemerkung nicht darum, bestimmte Arten von Musik aus dem Kanon der Kunst auszuschließen; es geht also nicht darum, ein inhaltlich konservatives Verständnis dessen, was künstlerische Musik sei, zu verteidigen. Denn es geht hier gar nicht um eine inhaltliche Entscheidung. Es geht allein darum, dass wir, wie auch immer wir im Einzelfall argumentieren würden, den Unterschied zwischen künstlerischer Musik und Musik, die keinen künstlerischen Anspruch erhebt, grundsätzlich verstehen. Kurz gesagt: Es gibt Musik, die keine Kunst ist, so dass kunstphilosophische Fragen nur einen Teilbereich musikphilosophischer Fragen ausmachen.»

Wie auch immer haben wir es hier mit einem Buch zu tun, dessen Erscheinen wir freudig begrüßen und uns den mitgebrachten Auseinandersetzungen und Anregungen stellen können.

Das Geheimnis der Fragmente

LITERATUR, MUSIK UND BILDENDE KUNST

Texte und Videos: Christoph Überhuber

Unfertige Texte und Bilder, Momentaufnahmen eines unterbrochenen Prozesses, regen die Fantasie besonders intensiv an. Wie hätte der künstlerische Prozess weiter gehen können? Das Fragmentarische fordert die Gewohnheiten unserer Wahrnehmung heraus und bereichert unsere Sicht auf die Wirklichkeit. Sehen wir Dinge überhaupt jemals als Ganzes oder nicht immer nur als Fragment? Wie ergänzen oder verändern wir sie in unserer Phantasie, ohne uns dessen bewusst zu sein?

Thema des Vortrags und von drei Videos sind Fragmente aus den Bereichen Literatur, Musik und bildende Kunst. Historisch und an Hand von aktuellen Beispielen wird die Bedeutung künstlerischer Fragmente aufgezeigt.





Musikalischer Aufbruch im Katakomben-Theater mit dem Transaesthetics-Trio


Montags ist Transaesthetics-Tag postet der Leiter des Katakomben-Theaters und Musiker Kazým Çalýþgan auf facebook. Am heutigen Montag (19. Mai 2014)) erfreut der musikalische Gast Alex Morsey das Katakomben-Publikum.

Fethi Ak (Percussion)
Kazým Çalýþgan (Percussion, Stimme und Kopuz)
Jens Pollheide (Bass, Flöten)
Der Gast der Abends: ALEX MORSEY (Kontrabass, Tuba, Stimme, Guembri)



Musik, Mythos, Migration


«Das Konzept ist besser als immer nur interreligiöse Dialoge zu führen»
Kazým Çalýþgan im Gespräch mit Uri Bülbül


Im vergangenen Jahr erteilte das Integrationszentrum Essen Uri Bülbül den Auftrag, mit Schlüsselfiguren der Kultur- und Interkulturszene in Essen Interviews zu führen und diese zu dokumentieren. Hier der komplette Wortlaut des Interviews mit Kazým Çalýþgan, dem Musiker und Leiter des Katakomben-Theaters.

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