Die Zukunft der Literatur


In Leipzig recherchiert und denkt das Kulturprogramm-Team über die Zukunft der Literatur nach. Der Besuch der Messe mit Bildungsangeboten, Verlagspräsentationen und einem großangelegten Lesungsprogramm auf der Messe und in der Stadt bietet die Internationale Buchmesse Anregungen genug, um sich mit den angesichts der Digitalisierun stellenden Fragen zur Zukunft der Literatur zu schäftigen und zu berichten, was die anderen darüber denken und wie sie die Zukunft der Literatur, ob gedruckt oder digital weiter gestalten wollen.

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Kulturelle Bildung und Interkultur
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The JAZZ-DAY

Jazz for the People
jeden Mittwoch ab 20.00 Uhr.

Die Reihe «Jazz for the People» hatte im Februar 2013 Premiere: Marc Brenken begann mit der Umsetzung seiner Idee, einmal in der Woche regelmäßig und konsequent ein Jazz-Konzert anzubieten und mit dem Publikum plaudernd ins Gespräch zu kommen. Mit Jean-Yves Braun (Gitarre) und Hermann Heidenreich (Schlagzeug) und Marc Brenken selbst am Klavier und Keyboard bilden drei versierte Jazzer und Jazz-Kenner das Rückgrat der vom Publikum sehr gern angenommenen Reihe Jazz for the People. Diese drei mit ihren hinzu kommenden geladenen Gästen beglücken mittwochs im Katakomben-Theater das 50-80 Personen starke Publikum. So gibt es in Essen-Rüttenscheid im Girardet Haus einen Hauch von Jazz-Club-Atmosphäre. Am Mittwoch, 18. November 2015 fand das 100. Konzert statt.

Sowohl jazztypische Instrumente wie Saxophon und Trompete sind immer wieder dabei, als auch zuweilen Akkordeon, Geige, Querflöte oder südamerikanische Perkussion. Gesangssolisten bereichern das Programm zusätzlich und sorgen für Abwechslung. Langeweile ist auch für nächsten 100 Konzerte nach diesem Konzept nicht zu befürchten. Erfreulich gut gelaufen seien auch die gelegentlichen Wunschkonzerte, so Marc Brenken, bei denen die drei Musiker musikalische Wünsche des Publikums spontan umsetzen. IMPRESSUM

Das TRANSAESTHETICS-Project: Worldmusic-Mapping und Klangarchiv

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Das Trio Fethi Ak, Kazým Çalýþgan und Jens Pollheide und ihre Gäste experimentieren und erproben neue musikalische Zustände. «Transaesthetics» ist nicht nur ein Gruppenname, ein Bandtitel, sondern ein musikalisches Programm. Kombiniert werden Stilrichtungen und Genres mit anderen Musikern und deren musikalischen Interessen, Schwerpunkten, Traditionen und Stilen. So wird es zu einem offenen System, das vom Durchfluss asiatischer, indischer, fernöstlicher Musiktraditionen, Stile und Instrumente in Kombination mit westlichen und anatolischen Musiktraditionen und Stilen lebt.

Am Sonntag, 07. Juni 2015 traf Transaesthetics auf DILSHAD & IMRAN KHAN (Indien).

Im Juni 2014 kam es innerhalb der von Jens Pollheide kuratierten Reihe «groove club intercontinental» im Dortmunder domicil zum musikalischen Treffen des Transeasthetics Trio (Kazým Çalýþgan - kopuz, vocal, perc., Fethi Ak- percussion, Jens Pollheide - flutes, bass) mit Dilshad Khan (sarangi, gesang) und Imran Khan (sitar, gesang). Den Tabla-Part übernahm das erst 15jährige Dortmunder Talent Navid Delawazarda.

Alle Musiker und auch das Publikum waren derart begeistert vom spontanen Zusammenspiel, dass für das Folgejahr nun mehrere gemeinsame Auftritte geplant wurden. Im Zentrum stand dabei die Begegnung der Musiker und die Zusammenführung der jeweiligen musikalischen Einflüsse.

Weiter ging es 2016 nicht nur mit weiteren musikalischen Begegnungen, sondern auch Kunstgattungen übergreifenden Experimenten mit Transaesthetics und Literatur, Tanz und Malerei.




Improvisation. Intuition. Kommunikation

Neue Musik in den Katakomben - nicht nur im "klassischen" Sinn

Uri Bülbül über die Montagsreihe TRANSAESTHETICS im Katakomben-Theater

Die Kunst des Tänzers Danilo Cordoso vermag man erst richtig einzuschätzen und als das zu begreifen, was sie wahrhaft ist: mehr als zu bewundernde Körperakrobatik, wenn man berücksichtigt, dass die Performance insgesamt auf Improvisationen aufbaut und keinerlei vorgefertigte Choreographie besitzt. Überhaupt ist das für TRANSAESTHETICS (bestehend aus dem Trio: Kazým Çalýþgan, Fethi Ak und Jens Pollheide) basale Prinzip das dialektische Verhältnis zwischen Text, Notation, Vorplanung auf der einen und Freiheit der Improvisation auf der anderen Seite.


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Foto: Ulrike von Loeper

Klassisch.Unterirdisch.
Klassik in besonderen Geschichten: Önder Baloðlu erzählt und präsentiert Geschichten aus der klassischen Musik, von deren Komponisten, deren Reisen, interkulturellen Erfahrungen und Themen und präsentiert klassische bzw. ernste Musik im Katakomben-Theater in einem ganz anderen und einzigartigen Licht. Damit öffnet sich die Drehscheibe für Weltmusik weiteren Feldern und Verbindungen.

Önder Baloðlu, Konzertmeister bei den Duisburger Philharmonikern, möchte weitere Kreise mit der Klassik ziehen, an neuen Spielorten neue Menschen erreichen. Seine Konzertreihe im Katakomben-Theater ist ein Ohrenschmaus für alte und neue Klassikliebhaber und Menschen, die sich auf das Wagnis ebenso einlassen wollen wie Önder Baloðlu und dadurch womöglich zu Klassikfreunden werden. Das Katakomben-Theater bietet dafür ein ungezwungenes und unbelastetes Ambiente. Hier sind nicht nur Jazz und Weltmusik zuhause, sondern auch Klänge ernster europäischer Musik.


Freunde des Katakomben-Theaters e.V.

Bereits Anfang 2014 begann die Initiative zur Gründung eines Vereins Freunde des Katakomben-Theaters zur Unterstützung der kulturellen Arbeit des interkulturellen Theaters in Essen-Rüttenscheid. Mittlerweile besteht das Theater nicht nur seit zehn Jahren, sondern hat sich im Bereich Weltmusik, Jazz, Kabarett auch einen Namen gemacht und engagiert sich auch mit seiner KulturAkademie-Ruhr auf dem Feld der kulturellen Bildung.

Auf der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Katakomben-Theaters erklärten sich Regina van Dinther (MDL-CDU) und Gönül Eðlence (Landesvorstand GRÜNE/Bündnis90) bereit, als Botschafterinnen der Freunde und des Katakomben-Theaters aktiv zu werden, worüber sich das Katakomben-Team und der Vereinsvorstand bestehend aus Serap Türkel-Ayýk, Mehmet Akbulut, Hikmet Baz sehr freuten. Auch Britta Altenkamp (MdL-SPD) stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag hatte sich zuvor schon solidarisch und freundschaftlich verbunden mit dem Theater, das Kultur ohne Grenzen macht, gezeigt und einen Fototermin mit der Kulturministerin Ute Schäfer im Düsseldorfer Landtag arrangiert. Allen ist das Anliegen gemeinsam, das Katakomben-Team in seiner Kulturarbeit zu unterstützen und das Programm des Katakomben-Theaters zu verbreiten.




Slinky Springs to Fame
Literat der Grausamkeit

Jo Ziegler über ein Interview-Vormittag mit dem Sprecher des Katakomben-Theaters Uri Bülbül

Zwei Freunde ziehen los und suchen einen symbolischen Ort auf, und zwar nicht, um über Gott und die Welt zu sprechen, sondern über Kulturarbeit zu philosophieren. Uri Bülbül, Sprecher des Katakomben-Theaters Essen ist ein scharfer Kritiker der Kultur- und Förderungspolitik und jemand, der Polemik als ein literarisches Stilmittel begreift und häufig zum Ärger der aufs Korn Genommenen praktiziert. Immer wieder engagierte er sich in der Kulturszene des Ruhrgebiets seit 2005 mit Ideen wie die Gründung eines Labors für interkulturelle Netzwerke oder ein Zentrum für Weltmusik im Katakomben-Theater oder die Schaffung eines alternativen Internetportals für kreatives und kollaboratives Schreiben unter dem Titel www.poesiepedia.de, gründete 2006 das textzentrum-essen und 2013 die Kulturlaube im Kleingartenverein Am Grüngürtel in Bochum. Seiner Feder entstammt auch die KulturAkademie-Ruhr oder das Konzept für das Buch «Die Elegie der Gastarbeiterschaft», wofür er auch einen Beitrag und das Vorwort schrieb. Im Oktober 2013 brachte er auch sein Buch «Der Auftrag» heraus. Eine mehr oder weniger deutliche Hommage an Heiner Müller und zugleich eine Verarbeitung seiner eigenen politischen wie philosophischen Erfahrungen in einem «Spiel für Stimmen zur Untersuchung der Anatomie des Verrats».

Zur Zeit arbeitet er am Lektorat seiner Novelle «Brachland» und schreibt das Schlusskapitel des kollaborativen Werkes «Bedingung und Möglichkeit. Gespräche über Kulturalität als ein Beitrag zur rhizomatischen Transzendentalphilosophie der Kultur».
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Der Affe
Grenzgang zwischen Tier und Mensch

Samstag, 13. September 2014 in der Kulturlau.be
Am Grüngürtel Garten Nr.6 | Bochum-Grumme


Ein Affe berichtet in der Kulturlau.be auf der Terasse einer Gartenlaube im Bochumer Kleingartenverein Am Grüngürtel e.V. über seine biographische Vergangenheit vom tierischen Affenwesen hin zum zivilisierten Menschen.

Dieser Bericht lässt viele Deutungsmöglichkeiten offen und legt den Blick frei auf Fragen wie: wer oder was ist der zivilisierte Mensch? Wann macht sich ein Wesen zum Affen? Wodurch verliert es oder verwandelt es seine Identität? Was bleibt nach einer Metamorphose von der Ursprünglichkeit übrig? Oder handelt es sich hierbei um gar keine Metamorphose?

In der Regie von Isabel Sandig spielt Ralf Gottesleben in einer einmaligen Darstellung von Kafkas Bericht für eine Akademie den Referenten.

In zwei Veranstaltungen im SAGO in Essen-Rüttenscheid moderierte Uri Bülbül die anschließende Diskussion einmal mit dem Affen höchst persönlich und einmal mit dem Darsteller des Affen Ralf Gottesleben.

Der Auftritt des AFFEN in der Kulturlau.be wird den Bericht für eine Akademie in einem neuen und womöglich einmaligen Licht erscheinen lassen.

Beginn: 19.00 Uhr

Karten: 15€ (Vorbestellung bei uri@schreibhaus.de dringend empfohlen).

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Philosophie des Jazz

Daniel Martin Feiges Buch über die Philosophie des Jazz bei Suhrkamp erschienen

Was ist Jazz? Wie unterscheidet er sich von anderen Arten von Musik? Und inwieweit handelt es sich bei ihm um einen besonders interessanten Gegenstand für das Nachdenken über ästhetische Fragen? M.D. Feiges «Philosophie des Jazz» stellt laut Verlag die erste philosophische Auseinandersetzung dar, die sich dem Jazz widmet. Daniel Martin Feige geht darin der Frage des Verhältnisses zwischen Jazz und europäischer «Kunstmusik» nach und untersucht den Zusammenhang zwischen Musiker und Tradition sowie zwischen Werk und Improvisation.

Er stellt dabei die These auf, dass erst im Jazz zentrale Aspekte musikalischer Praxis überhaupt explizit gemacht werden, die in der Tradition europäischer Kunstmusik implizit bleiben.

Kunstphilosophisch etwas unbefriedigend und schwerfällig hingegen, sein Versuch an der alten Trennung zwischen ernster und Unterhaltungsmusik festzuhalten, indem er Kunstmusik von anderer Musik wie etwa Popmusik unterscheidet. Dabei wäre diese Unterscheidung für die Herangehensweise an die Philosophie des Jazz nicht zwingend notwendig:

«Es geht bei dieser Bemerkung nicht darum, bestimmte Arten von Musik aus dem Kanon der Kunst auszuschließen; es geht also nicht darum, ein inhaltlich konservatives Verständnis dessen, was künstlerische Musik sei, zu verteidigen. Denn es geht hier gar nicht um eine inhaltliche Entscheidung. Es geht allein darum, dass wir, wie auch immer wir im Einzelfall argumentieren würden, den Unterschied zwischen künstlerischer Musik und Musik, die keinen künstlerischen Anspruch erhebt, grundsätzlich verstehen. Kurz gesagt: Es gibt Musik, die keine Kunst ist, so dass kunstphilosophische Fragen nur einen Teilbereich musikphilosophischer Fragen ausmachen.»

Wie auch immer haben wir es hier mit einem Buch zu tun, dessen Erscheinen wir freudig begrüßen und uns den mitgebrachten Auseinandersetzungen und Anregungen stellen können.

Das Geheimnis der Fragmente

LITERATUR, MUSIK UND BILDENDE KUNST

Texte und Videos: Christoph Überhuber

Unfertige Texte und Bilder, Momentaufnahmen eines unterbrochenen Prozesses, regen die Fantasie besonders intensiv an. Wie hätte der künstlerische Prozess weiter gehen können? Das Fragmentarische fordert die Gewohnheiten unserer Wahrnehmung heraus und bereichert unsere Sicht auf die Wirklichkeit. Sehen wir Dinge überhaupt jemals als Ganzes oder nicht immer nur als Fragment? Wie ergänzen oder verändern wir sie in unserer Phantasie, ohne uns dessen bewusst zu sein?

Thema des Vortrags und von drei Videos sind Fragmente aus den Bereichen Literatur, Musik und bildende Kunst. Historisch und an Hand von aktuellen Beispielen wird die Bedeutung künstlerischer Fragmente aufgezeigt.





Musikalischer Aufbruch im Katakomben-Theater mit dem Transaesthetics-Trio


Montags ist Transaesthetics-Tag postet der Leiter des Katakomben-Theaters und Musiker Kazým Çalýþgan auf facebook. Am heutigen Montag (19. Mai 2014)) erfreut der musikalische Gast Alex Morsey das Katakomben-Publikum.

Fethi Ak (Percussion)
Kazým Çalýþgan (Percussion, Stimme und Kopuz)
Jens Pollheide (Bass, Flöten)
Der Gast der Abends: ALEX MORSEY (Kontrabass, Tuba, Stimme, Guembri)



Musik, Mythos, Migration


«Das Konzept ist besser als immer nur interreligiöse Dialoge zu führen»
Kazým Çalýþgan im Gespräch mit Uri Bülbül


Im vergangenen Jahr erteilte das Integrationszentrum Essen Uri Bülbül den Auftrag, mit Schlüsselfiguren der Kultur- und Interkulturszene in Essen Interviews zu führen und diese zu dokumentieren. Hier der komplette Wortlaut des Interviews mit Kazým Çalýþgan, dem Musiker und Leiter des Katakomben-Theaters.

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